Wir haben angefangen!

Gestern und heute – zwei intensive Einheiten zur Erforschung von Sprache mit Menschen aus dem Irak, aus Afghanistan, aus Syrien, Deutschland und Österreich.

Sprache tut so viel mit uns. Sprache baut Brücken. Sprache bildet Grenzen.

„Sprache ist der Schlüssel zu einer Tür, die nur ich und nur von innen öffnen kann“ sagte heute eine der Teilnehmerinnen. Dem konnten wir uns alle anschließen.

 

Wir haben auch eine gehörige Lektion in Sprachlogik bekommen. Wir Abendländer wollten die uns vollkommen unbekannten morgenländischen Alphabete auf die übliche Art und Weise zerhacken, zerteilen, analysieren und einordnen und ganz uneigennützig aus unserer Kultur interpretieren – und wurden eines Besseren belehrt.

In seiner Interpretation und Intonation der arabischen Buchstaben ließ uns ein Teilnehmer all seine Liebe zur Musik der Buchstaben und all die Gefühle in die Känge seiner Kultur fühlen. Wir waren so berührt, dass wir unsere Konzepte vergessen konnten. Erst jetzt wurde so richtig klar, dass wir hier eine Chance haben, etwas ganz und gar Neues zu lernen und nicht mit unseren Maßstäben zu messen. Auch können wir den Weg nicht bestimmen, wie wir diese Sprachen – möglicherweise – lernen – wir geben uns ihnen einfach hin.

Sprache ist auch ein Bestandteil der Identität. So durften wir lernen, dass es nicht reicht, Arabisch zu übersetzen, wenn Menschen im Raum sind, die nur Farsi sprechen und verstehen. Wo auch Englisch keine Hilfe ist, die man einfach so voraussetzen kann. Dieser eine starke Konflikt hat unseren Plan verändert. Wir sind sehr gespannt, wie es in zwei Wochen weiter geht.

Danke Hamodeh Khalili, ich hab genau ein Foto geschafft in den zwei Prozessen, danke für deine Hilfe! Die Fotos und Filme sind nur genial!

Meine Freundin Antonia Daniela du Plessis Lombard studiert Angewandte Kulturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Friedensforschung. Ohne sie wäre dieses Projekt gar nicht möglich. Ihr könnt hier auf ihrem Blog mitlesen, wie sie wissenschaftlich und als faszinierender, warmherziger Mensch, der mutig auf das Neue zugeht, uns begleitet. Danke dass du da bist, Antonia!

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