Tage der Zukunft in Arnoldstein #TdZ16

Mohammad, Alexander, Hasan - Dreamteam :D Mohammad, Alexander, Hasan – Dreamteam 😀

Vier von uns waren an den Tagen der Zukunft in Arnoldstein eingeladen, unser Projekt zu präsentieren und von erfahrenen Coaches auf Herz und Nieren prüfen zu lassen.

Denkarbeit in der Klosterruine Denkarbeit in der Klosterruine

Unsere Vorfreude hatte gute Gründe. Wir sind Tuer. Nun war einmal vier Tage lang Zeit, genau zu diesem Tun hinzuschauen. Schnell war klar, dass wir absolute Anfänger in der theoretischen und begleitenden Umsetzung eines Projektes sind. Auch gut. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Jetzt holten wir das nach.

Hirn ausruhen und Kaffee trinken und gleich gehts weiter... Hirn ausruhen und Kaffee trinken und gleich gehts weiter…

Ursprünglich sollten wir im Integrationscluster mit fünf Projekten von zwei Coaches beraten werden. Inanna drückte sehr klar aus, dass wir uns genau einen Coach für unser Projekt wünschen. Einen, der mal nur für uns da ist. Und es ging sich Gott sei Dank aus. Ich weiß nicht, wie sich unsere beiden wunderbaren Coaches, Sabine und Claudine, das in den zwei Tagen aufteilten, aber sie waren für uns da, wenn wir sie brauchten. Und die Experten. Und die Schülerexperten.

Erste Projektpräsentation, noch weit entfernt von den geforderten 60 Sekunden Essenz... Erste Projektpräsentation, noch weit entfernt von den geforderten 60 Sekunden Essenz…

Nach eineinhalb Tagen rauchte mir der Kopf vollkommen. Auch das restliche Team war erschöpft. Wir stellten fest, dass unsere Kommunikation nach außen einseitig ist, dass wir auf Fragen nicht vorbereitet sind, dass wir uns eigentlich nicht kurz und knackig präsentieren können. Als Landesrat Benger (Danke!) bei uns vorbeischaute und aufrichtig darum bat, ihm doch unser Projekt so zu erklären, dass er sehen kann, warum er es unterstützen sollte, brach ein Damm. Durch ihn wurde spürbar, dass wir auch alles Menschen, Organisationen und Geldressourcen in unser Leben einladen müssen, um dieses Projekt in die Welt hinaus zu tragen.

Begeisterte Anleiter in der wunderschönen, lichtdurchfluteten Kapelle Begeisterte Anleiter in der wunderschönen, lichtdurchfluteten Kapelle

Eine Aufstellung später (Danke Petra!) war auch klar, dass wir im Team Re-Organisation benötigen. Unser syrischer Freund Hasan erklärte sich bereit, das Management des Projektes aus arabischer Sicht zu übernehmen. Alexander bekommt im Team eine Elderfunktion, ist mehr Mentor und Berater und wird uns auch in Zukunft mit seinem schamanischen Wissen und seiner Aufstellungsarbeit unterstützen. Wir beiden Künstlerinnen tun genau dort weiter, wo wir hingehören – in der Kreativabteilung. Unsere zwei Daheimgebliebenen müssen vielleicht auch neu eingebunden werden.

Beobachtet von Caritas und ORF Beobachtet von Caritas und ORF

Am Freitag hatten wir die Vorgabe, unser Projekt in einem 60 Sekunden Pitch zu präsentieren. Was ich am Dienstag niemals für möglich gehalten hätte, gelang. Wir fühlten uns bei der bunten und flotten Präsentation sehr gut. Und in unserem Fall noch wichtiger: wir wurden verstanden!

Wunderbare Freunde die zu Partnern werden Wunderbare Freunde die zu Partnern werden

In den nächsten Wochen wird klar werden, wer unser Team vervollständigt. Wir werden das in Arnoldstein Erarbeitete an unsere Mitgeher weitergeben. Wir bilden eine Unterstützungsgruppe, die den Prozess regelmäßig begleitet. Und wir kümmern uns um die Workshops und um eine stabile Finanzierung des Projektes. Auf einer soliden Basis können wir dann getrost weiter aufbauen. Viele Vernetzungen sind entstanden. Viele Freundschaften wurden vertieft, neue gebildet. Noch nie in meinem Leben habe ich so einen großzügigen Wissensaustausch erlebt wie bei den Tagen der Zukunft.

Neue Freunde aus Damaskus, die an einem so tollen Projekt in Klagenfurt arbeiten und demnächst von uns eingeladen werden Neue Freunde aus Damaskus, die an einem so tollen Projekt in Klagenfurt arbeiten und demnächst von uns eingeladen werden

Mohammad al Khalili, mein Fotoschüler mit syrischen Wurzeln, ist in seiner Lehrzeit voll aktiv geworden. Relativ auf sich allein gestellt hat er wunderschöne Fotos gemacht, die bereits veröffentlicht werden. Er kann stolz sein auf seine geniale Leistung. Natürlich hat er seine Arbeit hergeschenkt, ist zu einem Freiwilligen geworden. Wie so viele ÖsterreicherInnen derzeit, die sich um AsylwerberInnen und anerkannte Flüchtlinge kümmern. Er war so gern dabei, hat sich voll hergeschenkt. Ich bin dankbar, wie liebevoll die Tagungsteilnehmer unsere drei syrischen Freunde in ihrer Mitte aufgenommen und ihnen einmal mehr das Gefühl gegeben haben, wertvoller Teil dieser Gesellschaft zu sein. By the way, alle in diesem post veröffentlichten Fotos sind von Mohammad.

all pics Copyright by Mohammad al Khalili

Ja, viel Arbeit liegt noch vor uns - wir gehen einfach einen Schritt nach dem anderen... Ja, viel Arbeit liegt noch vor uns – wir gehen einfach einen Schritt nach dem anderen…

Kommentare sind geschlossen.

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: