Sattnitz, Mädesüß und Frühstück bei Eva

 

Klagenfurt Meeting mit einer Designerin und Schneiderin bei den Katholischen Frauen, um hier in unserem DER.RAUM mit dem Näh.Raum voranzukommen. Hitze. Sommer. Schweißtreibende Minuten beim Autohändler. Nun gehen auch die Scheibenwischer ein. Rostprobleme nach genau zwei Jahren Neuautokauf. Zut alors…

Wo kühlen wir unser Wütchen? Die Badetasche ist im lädierten Wohnauto. Maria Loretto? Erinnerungen an früher? Nun ja, wenn es sein muss, dann halt ein Strandbad. Muss es sein? War da nicht was wie Sattnitz und wild und ohne Eintritt baden und Idylle?

Die Tochter wird angerufen. Sie hat keine Ahnung. Schlägt aber vor, mitzukommen. Wenn wir wissen, wohin.

Die Schwester kennt den Platz. Ganz einfach. Erdbeerland vorm Stadion, dann rechts. Stadteinwärts?! Was? Gibt es das? Nein, doch links. Südlich. Also ganz sicher: Erdbeerland und dort am Parkplatz stehen bleiben und dann zu Fuß flussaufwärts. Voll easy. Leicht zu finden. Wir fassen Billa-Jause und suchen. Nach drei wilden Ein- und dann wieder Ausfahrten am sandigen Gelände ist klar: Erdbeerland gibt’s hier keines. Dafür einen Gladiolenacker. Selbsternte. Und viele Schulkinder und noch mehr Radler, die ein Ziel zu haben scheinen. Den Picknick- und Badetaschen und Six Bags nach zu schließen Richtung Wasser.

Ein Betrunkener schleicht sich, als ein Paar vom Klagenfurter Ordnungsamt (seit wann gibt es dieses Amt) im Schritttempo durchfährt. Erleichterte Schulmädchen und Schuljungen. Einige hundert Meter flussaufwärts – hier bleiben wir.

Idyllisch. Hängeweiden und ihre fröhlicheren Pflanzenschwestern. Wohin man schaut. Gepflegte Rasenflächen. Großes Zusammenräumen heute. Noch immer wird der Mai-Schneebruch abgesägt und zu Haufen zusammen gepackt. Klares Wasser, Fische, Libellen in Türkis, Blau, Grün und Schwarz. Und wild im Wasser plantschende Kinder, die vor Vergnügen quietschen. Genau in diesem Moment entsteht die Idee. Ich schreibe einen Blog über Badenischen in Kärnten. Und was mir sonst noch so begegnet in diesem Sommer mit Mann und Pflegekind und Abkühlung.

Der Radlweg ist stark frequentiert. Gegen 14 Uhr füllen sich die Badeplätze. Immer noch mehr als genug Platz für uns alle. Das Wasser ist herrlich. Leichte Strömung, Muschelsand. Badeschuhe sind in diesem Abschnitt zu empfehlen, wir entsorgen eine große Bierflaschenscherbe. Und sehen einige Bierflaschendeckel. Menschen, könnt ihr euren Müll nicht in den bereit gestellten Mülleimern entsorgen? Weißes Mädesüß am Ufer, duftend und lockend. Dieses wundervolle Kraut wird geerntet.

 

Eine Radlerin kommt mir bekannt vor. Eva? Aus Unterkärnten? Sie ist mit dem Zug herauf gefahren, düst jetzt mit dem Rad Richtung Stadt und dann wieder retour. Sie lädt uns zum Frühstück am Bio-Bauernhof ein. Was für ein Geschenk! Wir kommen gerne! Neugierig? Ich reiche ihre homepage hier nach, sie verspricht, mir digital Unterlagen zu senden.

Wir hören davon, dass es weiter flussaufwärts auch einen Wasserfall gibt. Vielleicht auch zwei. Das wird demnächst bei unserem Badenischen-Abenteuer erforscht. Hunde sind hier ebenso daheim wie Kinder und Erwachsene. Sogar ein WC und eine Dusche und ein Spielplatz sind ganz in unserer Nähe vorhanden. Großartig.

Nächstes Mal Fotoapparat mitnehmen – dieses Mal muss das Smartphone reichen. Am Gladiolenfeld noch rasch Blühendes geerntet, um mein Best-of-the-Rest-Ehepaar Elke und Bernhard zu beglücken. Was für ein wunderwunderschöner Tag in Klagenfurt.

Danke an die Verantwortlichen, die solche Plätze schaffen!

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