Netzwerktreffen im St. Veiter Fuchspalast

Das Regionalmanagement kärnten:mitte lädt zum Netzwerktreffen. Wir kommen atemlos an. Und wie immer zu spät. Werden langsam zu alt, Pflegekind und Babysitter zu synchronisieren. „Andromeda“Saal im Fuchspalast. Gott sei Dank die üblichen Verdächtigen. Und wir. Zwei Handvoll Menschen interessieren sich für Nachhaltigkeit. Mehr als üblich.

Nachbesprechung des Films „Tomorrow“von vor einer Woche. Und dann – ein echter und für mich unerwarteter Genuss. Strahlende junge Frauen und ein aktiver Mann, die ihre Initiativen präsentieren.

Da ist einmal die Unternehmerinitiative kunst & werk vom St. Veiter Hauptplatz mit zwölf Unternehmern. Zwei Frauen haben sich dem Zero Waste verschrieben, versuchen Müll zu vermeiden, wo es nur geht. Auch mit ihrem Label Lieblingsstück, sehr cooler Upcycling-Mode für Babies, Kinder und Erwachsene. „Wir wollten keine Industriewindeln verwenden, sondern Stoffwindeln“, sagt eine der beiden Mütter. Weil diese Windelpopos nicht in herkömmliche Kinderkonfektionshosen passten und überhaupt zwickten und zwackten, entwickelten sie mitwachsende, dehnbare Hosen. Bunt und fröhlich. Kein Patchwork, sondern klare Formen mit Applikationen und Riesentaschen. Von Größe 56 bis etwa 116. Was sich genial anhört und noch schöner aussieht. Sie verwenden gebrauchte Stoffe, „weil sie ausgewaschen und schadstofffreier sind“, sagen die beiden.

Upcycling von seiner schönsten Seite. Sage ich. Und ich beginne bereits, meinen Kasten zu durchforsten, was ich noch zerschneiden und neu zusammensetzen könnte.

Und dann präsentieren zwei Fachhochschulmasterstudentinnen die Feldkirchner Initiative reSTORE Feldkichen mit dem KunstRaum Feldkirchen. Eine ganze Menge Künstler mieten miteinander Atelier und Werkstätten, verkaufen, vermieten und stellen aus. Die beiden jungen Frauen begleiten während ihres Studiums ein Jahr lang mit Rat und Tat. Sehr erfolgreich, wie sich herausstellt. Sie lösen Konflikte, finden Wege und bringen die Menschen dazu, miteinander zu tun.

Alles authentische, fröhliche, kritische und ehrliche Wesen, die mich beflügeln. Die an sich und ihren Herausforderungen konsequent wachsen. Aktiv sind. Leben.

Wir schaffen es nicht, in St. Veit einen weiteren gemeinsamen Vernetzungstermin auf die Beine zu stellen. Ich lasse los. Es wird irgendwann jemand tätig werden. Jemand, der das in sich spürt. Ich freue mich darauf, dann mitzugehen. Vorausgehen werde ich nicht mehr. Viel zu sehr freue ich mich auf unser Projektbaby in Klagenfurt.

Wir wollen den Abend gemütlich ausklingen lassen. Im Fuchspalast hat das Café pünktlich um 21.30 Uhr geschlossen. No way, noch was zu bekommen. Im verrauchten Romvino wär Platz, allerdings nicht für unsere Nichtraucherlungen. Die Stadt wirkt ausgestorben und menschenleer. Fündig werden wir am Ende im Steirerhof, der fast übergeht vor Menschen. Kein Wunder. Es ist das einzige offene Lokal, das wir finden. Gute Gespräche, Ideen, Hoppalas und Visionen. Wie gut es doch ist, nachzufragen. Zu erzählen. Zuzuhören und auch von sich zu erzählen.

Wie ich mich auf Klagenfurt freue, ich kann es gar nicht mit Worten ausdrücken…

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