Erkältung, Talente und Märkte

Seit letztem Samstag versucht mein Körper, Erkältung in den Stirnhöhlen loszuwerden.  Er schiebt sie von der linken in die rechte. Dann ein Stück runter. Dann wieder zurück. Momentan ist der Kehlkopf, der Hals und die Lunge dran. Mir geht es mit heilenden Fieberschüben in der Nacht tagsüber erstaunlich gut.

Es ist sehr viel los hier in und um den Raum. Zum ersten Mal seit Jahren vergesse ich Fotos zu machen. Also muss die bildhafte Beschreibung her.

Am Dienstag luden wir zum Netzwerktreffen des Talentetauschkreises Kärnten in unsere Räume. Dieses Mal kam unsere Partnerin aus dem Hotel Moorquell vorbei, um anzufragen, ob ein Tauschkreis eine Möglichkeit für ihre Schützlinge sei, unserer Gesellschaft etwas von dem zurück zu geben, was sie an Sicherheit bekommen. Weil das leider nicht möglich ist, suchen wir nun andere Brücken, um mit den Menschen in Verbindung zu bleiben. Viele Menschen aus Klagenfurt waren da. Immerhin auch zwei liebe Freunde direkt aus der Region.

Bei diesem Treffen hörten wir auch, dass es Leaderprojekte für unsere Region gibt, in die wir mit unserem Verein zu hundert Prozent hinein passen. Wie gut, dass die Statuten morgen zur Vereinspolizei gehen. Dann tun wir offiziell, was wir seit August letzten Jahres ehrenamtlich tun: Brücken zwischen den Kulturen bauen.

Am Mittwoch standen Alexander, Elke und ich am schönsten Weihnachtsmarkt, den ich je erlebt habe – direkt in der Aula der Klagenfurter Universität. Die vielen aufgeweckten und interessierten Nachfragen der jungen und älteren Studierenden, der Dozenten und Mitarbeiter im Haus und ihr Feedback zu unserem gemeinsamen Tun beglückten uns. Während Elke und Bernhard Essen retten, sind wir Reparierer und Sachenretter. Und wie Elke so schön sagte, irgendwie – retten wir uns ständig gegenseitig 😀

Ebenfalls beglückend ist die Arbeit mit meinen Zwergen in der Ebenthaler Ganztagesschule. Bei den Zehnjährigen kann man schon ganz klar sehr erstaunliche Talente im bildlichen Ausdruck erkennen. Da sind ganz stille Wesen dabei, die sehr genau und detailliert Kompositionen anlegen und sie fertig stellen. Und dann gibt es Kinder, die mit wenigen Strichen in einem Affentempo vorgeben, was sie tun werden, klar wissen, welche Farbe mit welchem Pinsel wohin kommt. Kinder sind genial. Seit Mittwoch weiß ich auch, dass es in der indischen Kultur ebenfalls Zwerge gibt. Dass sie einem Kind mit Wurzeln in Vietnam aber überhaupt nicht bekannt waren. Nun liegen wieder neue Rückwände zum Trocknen aus, die nächste Woche von uns gerahmt werden, um Zwergenreiche zu gestalten. Hoffentlich nehme ich nächste Woche die Kamera mit – für dieses Mal kann ich nur schwach aufgelöste Handyfotos anbieten…

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Damit uns nicht fad wird, besuchten wir am Abend noch die CTB-Gruppe in Klagenfurt, die sich im neu eröffneten Restaurant „magdas“ traf. Seit drei Jahren arbeiten hier weltoffene, mutige und am Leben interessierte Menschen daran, sich gegenseitig beruflich zu unterstützen. Nach 35 von uns vollkommen unbemerkten Treffen fühlten wir uns beim 36ten angekommen und angenommen. Was für Wunder doch immer wieder geschehen. Und hey, ihr wundervollen Leute vom „magdas“, wir kommen demnächst ausgiebig frühstücken!

In der Nacht ist meine Stimme ganz weg. Mein Kehlkopf brennt und sticht. Und wie immer, ist am nächsten Morgen alles wieder halbwegs gut. Und wir nehmen einen Termin bei meiner lieben Bekannten Silvia Lindner wahr, die uns zwei bunten Chaoten mit ihrem unternehmerischen Fachwissen weiterhelfen möchte. Ziemlich rasch wird klar, dass sie die nächste Frau im Team ist und mit uns das Vereinsprojekt NÄH:RAUM mitentwickeln und ins Leben bringen hilft. Willkommen Silvia, wir freuen uns riesig auf dich!

Bei der Heimfahrt entscheiden wir uns noch, beim Contrapunkt in Klagenfurt vorbei zu schauen. Ich hab noch immer kein Ballkleid für den Völkerball morgen. Und alles in mir sträubt sich dagegen, irgendwo bei einem Fetzenriesen ganz schnell, schnell etwas für diesen so erfreulichen Anlass einzukaufen. Und dann nie wieder anzuschauen. Was ohnehin gefühlt jede fünfte Frau anhat. Und Leute, ich sag euch jetzt etwas: diese Schiene RE:SOULED by Contrapunkt ist so ziemlich das Schönste, was ich seit langem gesehen habe! Upcycling, cool, flott geschnitten, schön verarbeitet und voller guter Ideen. Ich finde ein Kleid, das festlich genug ist. Und in das ich hinein passe. Und in dem ich mich wohl fühle. Eine Freundin borgt mir morgen noch Tasche und Glitzerblazer dazu.

Und hey, wir werden da sein!

 

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