Wochenende, Erholung und Co

Wir waren da! Wir waren am Völkerball in Völkermarkt! Es tut gut zu sehen, dass nicht nur die Menschen unserer Wahrheit, die eine interkulturelle geworden ist, sich dem Thema Flüchtlinge und Integration widmen. Vor zwanzig Jahren wäre es sicher undenkbar gewesen, einen Ball mit Syrern, Irakern und Afghanen gemeinsam zu feiern. 2016 ist das möglich. Ich kann kaum ausdrücken, wie dankbar mich das macht.

Die Villacher luden am Samstag zum Wandeltag. Nach einem Besuch im Villacher ’s Fachl und der Erweiterung unseres Angebotes aus der Zwergenwelt schlenderten wir gemütlich in den Together Point in der Lederergasse. Staunten bei angenehmen Gesprächen mit neuen und alten Freunden, wie hungrig rumänische Bettler das angebotene Essen im Point hinunterschlingen und das Angebot an Kleidung und Kühlschrankinhalt in Windeseile sichten. Puh, auch keine so leichte Aufgabe grad. Wir besuchten die uns unbekannte Saftbar der jungen, begeisterten Wirtin, schauten im KunstTart vorbei und statteten Verantwortung E.R.D.E einen Besuch ab. Schon sehr genial, was sich in Villach tut. An diesem ersten Adventwochenende vibrierte die ganze Stadt vor Leben. Urlaubsgefühle kamen auf des unglaublichen Sprachengemisches rund um uns.

Dass wir Azima und Giuliana und Rozela mitten in Villach treffen, Schützlinge aus Pöckstein, die in Villach ihr neues Zuhause gefunden haben, setzte einem ohnehin traumhaften Nachmittag noch die Krone auf. Wie üblich entkamen wir Tee und Keksen bei dem Schneidermeisterehepaar nicht. Hörten neue Geschichten mit altem Hintergrund. Ermutigten und bedauerten. Verbanden uns neu via Smartphone. Es ist schon anders, fünf Autominuten entfernt oder in einer völlig anderen Region Freunden auf Augenhöhe zuzusehen, wie sie ihr neues Leben ansteuern.

Michi, unsere Seelenschwester aus der Klagenfurter ArtLounge, ist bis April arbeitend weg. Puh. Das wird lang. Farewell, Süße. So ein feiner Abend… Wie dankbar ich für Internet und Co bin. So können wir in Verbindung bleiben.

Sonntag haben wir eine erstklassige Weihnachtsmarktrallye hingelegt. Die Farben und Formen und Materialien des Waldorfschulbazars eingesaugt und auch einiges mitgenommen. Bei Johanna in der Heft eingekauft. Und am Abend in den Kammerlichtspielen in Klagenfurt gemeinsam mit Best of the Rest köstliches Gerettetes unter dem Menschen verteilt, während Elke auf der Bühne zum Projekt befragt wurde. So viel interessierte Nachfrage. So viel Wertschätzung. Gute Fragen, gute Gespräche. So lieben wir das.

elke

Ob wir uns erholt haben? Ich frage mich, wovon. Es geht einfach so dahin. Wenn man täglich mit so viel Energie aufwacht wie wir derzeit, trotz Verkühlung, trotz spontaner Aktivitäten, unplanbar, unkontrollierbar – dann stimmt irgendwas. Und zwar gewaltig.

 

 

 

 

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