Listen und Dankbarkeit

Listen. Seit zwei Tagen arbeite ich wieder freiwillig mit Listen. Mir helfen sie, meinen Kopf voll mit Angeboten und Nachrichten auszuleeren. Wenn ich mir in meinen Morgenseiten durchlese, sehe, was in den letzten vier Tagen alles geschehen ist, dann kommt mein Hirn nicht mehr mit. Mein Herz jubelt. Mit Listen bilde ich mir ein, einen Überblick zu behalten. Ich hab mir auch mein Projektplakat wieder aufgehängt, um zu schauen, was wir erreicht haben. Und ob es noch stimmt, wie wir gehen. So ein bissel letzte Kontrolle. Ja. So bin ich.

Heute war es wieder laut und lebendig mit meinen fleißigen Bastlern der vierten Schulstufe. Die ganze Bande wächst mir langsam aber sicher fest ans Herz. Nun sind alle Altglas-Glitzer-Überraschungsei-Inhalt-Gläser fertig. Danke an dieser Stelle an Maria Slama, die uns so großzügig mit Dekomaterial beschenkt hat. Du würdest dich freuen zu sehen, wie stolz die Kinder heute mit ihren Glitzerdingern herum stolziert sind! Upcycling vom Allerfeinsten! Sie konnten kaum glauben, dass das Werk nun ihnen gehört. Wir haben aus dem Vollen geschöpft und kostbarste Dinge davor bewahrt, aussortiert zu werden. „Danke dass du heute da warst, es war so schön!“ vertraut mir einer der neuen Schüler an. Herz, was willst du mehr.

Alexander kommt hinten im Bad gut voran. Lernt Unterschiede zwischen englischen Grundierfarben und Holzfarben eben dieser Luxusfirma kennen. Die Farben decken so gut. Auch hier denken wir voller Liebe an Maria Slama, die uns ihre Schätze zur Verfügung gestellt hat. Alexander träumt schon davon, selber solche Farben zu kaufen. Die Palette der Engländer ist unglaublich vielfältig. Traumhaft deckend und gut verstreichbar. Und ich bin einmal mehr so begeistert, wie mein künstlerisch hochtalentierter Mann Dinge angeht. Das Wandbild ist noch in Arbeit. Drunter ist ein Tapetenmuster. Auch von einem Luxuskatalog aus dem Slama’schen Fundus. So viele Möglichkeiten. So schöne Ergebnisse.

Heute Morgen verglich ich unser Projekt mit einem Apfelbaum. Wie er beginnen wir wieder zu wachsen. Ganz langsam, natürlich und organisch. Was in der Natur schon gut spürbar ist, erleben wir auch hier. Wir verwurzeln uns gerade tiefer in den Boden. Und strecken unsere heuer schon stärkeren Äste Richtung Wärme und Licht. Wir sind keine Schnellstarter, keine exponentiell und rasend schnell Wachsenden. Auch wenn das Leben ganz schön Fahrt aufnimmt, wachsen wir in unserem Tempo. So fühlt sich leben an. „Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht.“ Dieser Spruch einer Montessorilehrerin meiner Kinder fällt mir wieder ein. Ganz genau. Es ist wundervoll, das so zu erleben.

 

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: