Burger & Moor

Ein nebeliger Wintermorgen im Moorquell. Österreicher und Zuwanderer sitzen gemütlich beim arabisch-österreichischen Frühstück im lichtdurchfluteten Gemeinschaftsraum. Kinder fetzen herum. Eltern hinterher. Die Praktikantin Lissy kümmert sich um Menschen, die sie ansprechen. Im Café des Hauses, mit Blick auf den noch zugefrorenen Moorteich, entwerfen wir mit Conny und Andrea das heurige Arbeitsjahr. Eine Kooperation von Der.Raum im Moorquell. Die beiden Frauen sprühen vor Begeisterung. Alles hat Hand und Fuß. Ist machbar und organisierbar. Unsere Aufgabe von Der.Raum wird es sein, die Ideen in überschaubare Arbeitsschritte zu unterteilen. Die Bewohner werden sie nach einer Wissensübergabe selbstständig durchführen. Im Moorquell entsteht eine trendige, flotte Upcyclingproduktpalette aus tatsächlich anfallenden Resten des Alltags.

Zu Mittag sind wir auf Burger eingeladen. Arabische Burger mit selbstgemachten Brötchen. Die freundlichen Selbstkocherinnen im Haus lassen uns ihre gefüllten Blätterteigtaschen kosten und heiße, pikante Kipferln. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich es ohne diese kulinarischen Schmankerln ausgehalten habe.

Noch kann ich mir absolut keine Namen merken. Die dreißig erwachsenen Bewohner und etwa dreißig Kinder, wir werden uns im Laufe der Monate bei unzähligen Möglichkeiten kennen lernen.

Als ich heimkomme die nächste Freude. Unsere Freundin Elke von „Best of the Rest“ hat ihren Mietvertrag in der Altstadt in Klagenfurt unterschrieben! Jetzt wird real, was wir uns ausgemalt haben. Mitte März sind wir von Der.Raum dran, um die Zentrale von „Best of the Rest“ gemeinsam mit anderen Menschen optimal für einen fulminanten Start herzurichten. Yeah. Los gehts!

Meine Industrienähmaschine bockt noch immer. Meine Freundin Heide verspricht, einen Experten vorbei zu bringen. Ich bin richtig grantig, weil ich trotz vieler hilfreicher Tipps, hilfesuchender Forenbesuche und gut klingender Expertentipps nicht weiter komme. Die Maschine tut wie sie will. Nur nicht das, was ich mir vorstelle. Eines hab ich gelernt – ich borge keine Maschine mehr her, die auf mich eingestellt war. Punkt. Aufstehen. Krone richten. Weiter gehen.

Vorrübergehend muss der Trickfilm aus der Werkstatt weichen. Wir haben in den zwei Tagen so viel gelernt. HUE hat da ein geniales Produkt auf den Markt gebracht. Kinderleicht zu bedienen und doch voller Feinheiten. Und mit erstaunlicher Qualität. Wir forschen noch und experimentieren. In der Nachbearbeitung gibts noch Einiges heraus zu finden. Drei ganz kurze Clips sind fertig. Sie strotzen vor Begeisterung, Fehlern und Versuchen. Unser Sami zeichnet mittlerweile im Hort an den Figuren für seinen ersten Film. Wer die Hauptrolle spielt? Ratet mal. Feurig und gefährlich und mit Krallen und riesigen Flügeln.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: