Licht und Spiele

In meinem Näh.Raum hier im Hause wurde es Licht. Unser Mitbewohner Luca hat für strahlend helle LED-Beleuchtung gesorgt. Zum allerersten Mal sehe ich hier wirklich gut. Auch das Chaos und den Staub. Mit Licht putzt es sich viel gründlicher. Nein, von selber halt noch nicht.

Gestern hatte ich ein intensives und wohltuendes Gespräch mit einer Freundin. Und hörte mich sagen, wie wichtig es sei, zu spielen. So aus sich heraus spielen. Aus Freude. Ohne große Hintergedanken, was dabei rauskommen könnte. Welchen Sinn es ergeben könnte. Und wie so oft, wenn mensch diese Ratschläge gibt, kann er sie gleich auch bei sich selber ausprobieren. Heute Vormittag – spielte ich mit Stoffen. Statt einer ernsthaften Jacke oder sonst einem sinnerfüllten Stück habe ich mich damit gespielt, wie wir unseren roten Elefanten mit Stoff und Nadel und Faden zum Fliegen bringen könnten. Petra Pfleger, die genialste Schneiderlehrerin, die jemals meinen Weg kreuzte, hat mit Begeisterung mitgespielt. Und das in einem durchaus ernsthaften und ehrenwerten Nähcafé in Althofen. Und last but not least sind echte Stoffflügel für unser Plüschmaskottchen entstanden – aus edlem Slama-Outlet und ganz ohne komplizierte Verdrahtungen. Dafür mit Verknöpfungen. Wär ich alleine nie drauf gekommen. Danke Mrs. Pezolita ☼, das wird ein langer Sommer ohne diese monatlichen Nähtreffs.

Freude! Spielt, Leute, spielt!

Während ich spielte, ging es in Klagenfurt zur Baustellensache. Aber hallo. Zwei Männer. Ein zu restaurierender Raum. Viel Folie zum Abkleben. Und viele Spachteln zum Lösen alter Farben und Anstriche. Ab morgen sind sie zu fünft in der entstehenden Zentrale von Best of the Rest, mitten in Klagenfurt. Alexander war ganz verstaubt, als er heimkam. Morgen geht es weiter. Und morgen komme ich mit meiner Kamera. Mal sehen, wie Männer so spielen öhm arbeiten. Aber hallo.

Von Katharina erzähle ich euch noch. Sie ist eine junge Floristin aus Wachsenberg in Mittelkärnten. Vereint in sich Leichtigkeit, begeisterte Auseinandersetzung mit dem Vergänglichen, ihre Liebe zu natürlich Gewachsenem und seinen klaren Formen. Und handwerkliches Höchstgeschick. Ihr werdet öfter von ihr lesen. Und das eine oder andere Foto sehen. Und ich darf zum zweiten Mal in meinem Leben in diesen Beruf hineinschnuppern, der meine zweite Wahl gewesen wäre. So viel Inspiration. Schön dass du da bist Katharina, mit allem was dich ausmacht!

Abschließend noch eine Sache, die mich gestern sehr bewegt und zu Tränen gerührt hat. Kennt ihr den Kurzfilm HALIM von Werner Fiedler schon? Schaut ihn euch an. Nicht nur, dass er in Klagenfurt und Krumpendorf gedreht wurde. Selten habe ich einen so sparsamen, berührenden und kostbaren Film gesehen. Wenig Worte, dafür wunderbare Bilder, so ein schönes Licht. Und so ein traumhaft guter persischer Schauspieler wie Massud Rahnama, verspielt und würdevoll zugleich. Umwerfend. Man kann diesen Film auch in Schulen zeigen, nehmt Kontakt mit Werner Fiedler auf.

Die Baustellenfotos von heute kommen übrigens von MTSProduction9020, einem jungen Fotografen und Filmer aus Klagenfurt, der für Best of the Rest tätig ist. Welcome!

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