Auto und Theater und Upcycling

Seit einer Woche beschäftigt uns unser drei Jahre altes Auto mit leuchtenden Zeichen am Armaturenbrett. Abwechselnd leuchten ein Schraubenzieher oder gleich überhaupt das Zeichen für den Motor auf.  „Christbaumbeleuchtung“ nennt das ein Freund. Anfühlen tut sich das Ganze gar nicht weihnachtlich. Sondern lästig. Die erste Reparatur hat geholfen, dass die Heizung wieder funktioniert. Wir haben Mitte Mai und es fällt mehr als auf, wenn diese ausfällt. Dann haben gestern und heute die gelben Engel am Stützpunkt in St. Veit alles technisch Mögliche versucht, um diese Lämpchen dazu zu überreden, nicht mehr zu leuchten. Sie leuchten weiter. Allerdings ist jetzt der Fehler soweit eingeschränkt, dass es morgen in der Werkstatt bei einem weiteren Termin möglich sein sollte, ihn zu reparieren. Ein Ventil, das die Spannung regelt. Na wenn das kein Spiegel unserer intensiven (Arbeits)Zeit ist…

Auf jeden Fall konnte ich heute und gestern weder zum Nähen ins Moorquell fahren. Grummel. Noch zum nachmittäglichen Besuch des UpcyclingWorkshops der Möbel in Klagenfurt. Doppelgrummel. Alexander fährt ohnehin seit zwei Wochen mit dem Zug zwischen Althofen und Klagenfurt hin und her. Ein Auto, drei Baustellen. So schaut das aus bei uns. Heute waren Marek und Nazir, Jessica und Margit in der Zentrale von Best of the Rest in Klagenfurt. Alexander sagt, es war ein toller Tag. Die zwei Frauen sind ins eiskalte Wasser gesprungen, waren eigentlich zufällig da und hatten Zeit und wollten mithelfen. Alexander zeigte ihnen kurz die Möglichkeiten. Jessica, die SocialMediaFrau von Best of the Rest, schliff ein Hängeregal an. Margit, eine Biobäuerin südlich von Klagenfurt, löste Alexander beim Innenausmalen des großen Geschirrschrankes ab. Nachdem die Flächen mit der Rolle gestrichen worden waren, malte sie die Seitenkanten mit dem Pinsel aus. Und zwar perfekt. Die Jungs strichen hingebungsvoll die Fassade des Wintergartens. Das werden sie vermutlich morgen beenden. Morgen komme ich mit dem Reserveauto und mache Fotos und schwinge ein bissel Pinsel und Farbe. Wenn alles gut geht.

Jessica erzählt Alexander von der „Lendwende“ am 21. Juni am Lendkanal. Wir werden uns an diesem Fest mit MöbelUpcycling beteiligen. Nun wissen wir, wo wir an unserem Hochzeitstag und am längsten Tag dieses Jahres sein werden.

Einen Nachtrag möchte ich hier noch unbedingt einfügen. Hussain, mein begeisterter Fotoschüler, hat bei einem sehr coolen Theaterstück in Villach mitgespielt und mich letzte Woche dorthin eingeladen. Bekir, sein Freund und Ammar, unser Schauspieler aus dem Bürgertheaterstück vom Klagenfurter Stadttheater, sind ebenfalls mit von der großen Partie Jungendlicher, die ein sauberes und flottes Theaterstück in einer ehemaligen DM-Filiale aufführen. Ich Depp habe nur mein Smartphone mit und könnte mir in den Hintern beißen bei all den Motiven, die ich sehe. Soll so sein. Heute gibts mal ausschließlich Smartphonefotos am Blog. Dafür machen wir im Anschluss mit zwei Jungs und ein paar Mädels aus der flotten Truppe aus, dass wir fotografieren gehen. Irgendwann nächste Woche und in Villach. Juhuuuu!

Als ich in der Nacht heimfahre, habe ich  zwei arabische Elternpaare mit im Gepäck, die stolz sind auf ihre schauspielernden Jungs. Ganz normale stolze Eltern, die vor Freude fast überschnappen, pausenlos reden und sich (und auch mir) permanent Fotos zeigen, die sie während der Vorstellung gemacht haben. Die Frauen wollen unbedingt mit mir nähen und Deutsch lernen. Mal sehen, wie wir das in St. Veit unter einen Hut bringen…

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