Winterpause und Reflexion

Noch drei Tage bis Weihnachten. Mein fiebernder Körper zeigt mir klar, dass jetzt Ruhe angesagt ist. Gemeinsam mit so vielen anderen Menschen in meinem Freundeskreis huste und krächze ich wie ein rostiges Zahnrad. Ein bisschen eingerostet fühle ich mich in diesen lichtlosen Tagen. Heute ist die erste Raunacht, Thomasnacht. Das Licht kehrt ab morgen wieder. Für mich ist heute Weihnachten. So wie jedes Jahr am 21. Dezember.

Ich bin krank. Und – ich bin schlicht und ergreifend glücklich. Glücklich über ein erfolgreiches, tolles Jahr 2017. Glücklich darüber, dass ich im hohen Sommer während unserer Reise durch Südengland die Entscheidung getroffen habe, MEINEN künstlerischen Weg weiter zu gehen. Ohne ihn klar zu sehen. Auf mein Herzklopfen zu hören und auf meinen Widerstand. Auf meine Lust und meine Unlust. Wieder mehr darauf zu schauen, dass ich mich ausdrücke und nicht andere mir vorgeben, wohin es geht. So etwas ist oft mit einem schmerzhaften Schnitt, mit Abschieden und Neubeginn verbunden.

Wenn ich mir die Fotos dieses Jahres so ansehe – und jaaa, wir haben unglaublich viele Fotos gemacht, nicht nur in unserer interkulturellen Vorzeigegruppe – dann sehe ich erst, was alles los war. Wir haben gefilzt. Genäht. Gemalt. Geklebt. Geredet. Geplant. Verworfen. Fotografiert. Telefoniert. Getanzt. Gelacht. Gefragt. Gehämmert. Geschnitten. Geschraubt. Gesprüht. Gewaschen. Gestritten. Gecoacht. Mich coachen lassen. Gespachtelt. Geschliffen. Geweint. Gesiedelt. Getröstet. Aufgeregt. Gefeiert. Gefeuert. Und wieder umgesiedelt. Und immer und immer wieder von vorne begonnen. Geurlaubt haben wir wahrscheinlich in letzter Sekunde. Sonst wären wir mit Bauchfleck im Sommer gescheitert 😀 Es kann gut sein, dass ich über dieses Jahr noch eine Slideshow erstelle. Für mich. Und auch für euch. Tut sicher gut, sich das in Ruhe anzusehen.

Und jetzt? Jetzt machen wir drei Wochen Pause. Aus begeistertem Lauf runtergestoppt auf langsam und gemütlich. Auf Familie und Enkelin Jana und nahe Beziehungen. Auf Planung und Reflexion. Spazieren gehen und Müßiggang. Längst überfällige private Besuche machen und ein bisschen durch die Gegend reisen. Abstand nehmen und genau hinschauen. Und in Bewegung bleiben.

Ich füge euch den ersten Versuch einer Slideshow ein, die euch zeigt, wohin es mit den Puppen gegangen ist. Und die offen lässt, wohin wir weiter gehen. Und mit wem.

Frohe und friedliche Weihnachten liebe Menschen!

fairy tales aus dem NÄH.RAUM

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