…and the winner is…

Es wird Frühling. Endlich. Endlich. Endlich. Ich kann mich überhaupt nicht erinnern, wann ich ihn so herbei gesehnt habe wie dieses Jahr. Ein Traumwinter ging ungern zu Ende. Holte immer wieder mal Luft, kühlte ab und beschneite uns. Dankbarkeit. Wirklich. Aber jetzt – darfst du dich ausruhen, Meister Winter.

Draußen platzt Mutter Natur aus allen Knospen, schießt aus der Erde. Duften innerhalb von zwei Tagen Veilchen mit Marillenblüten um die Wette. So eine Kraft. Unpackbar.

Drinnen – sieht es ähnlich aus. Also, in mir drinnen. Vor drei Tagen habe ich aus Missmut und Unzufriedenheit beschlossen, Kaffee aus meinem Leben wegzulassen. Mal wieder. Dieses Mal aber, weil er mir tatsächlich nicht mehr schmeckt. Und weil es „ohne“ in der Früh nicht mehr ging. Der letzte bewusste Schluck war sogar grauslich. Kaffee, adé! Dafür kamen die Kopfschmerzen, aber was für welche. Hirn hat ja eigentlich keinen Muskel. Trotzdem verkrampfte sich da etwas nackenaufwärts. Walkte mich wie ich die Schafwolle, wenn ich nassfilze. Heute ist Tag Nummer Drei – fast vorbei. Die Kopfschmerzen haben sich auf 25% herunter reduziert. Vorbei sind sie immer noch nicht.

Zeitgleich gab der PC auf. Nichts ging mehr. Grade noch Bildbearbeitung. Und dann war Schluss. Mit lustig. Und vor allem mit Arbeit. Mein Jüngster, ein IT-Genie, das seinesgleichen sucht, nahm sich des Patienten an. Drei Tage lang, immer und immer wieder. Zuerst via Smartphone. Was für ihn eher verzweifelnd war: „Wo soll das stehen?, Bei mir steht da nichts. Welche Taste soll ich drücken? Und wieso ist jetzt alles schwarz?“ Allein kam er viel besser zurecht. Was im Vorfeld dazu führte, dass ich sämtliche Daten der letzten Jahre extern speicherte. Das war sowas von dran. Während sich mein Sohn plagte, besuchte ich einen viereinhalbstündigen Datenschutzverordnungskurs. Hämmernden Kopfes saß ich da. Spürte vor allem Widerstand gegen so viel bürokratischen Aufwand, den wir nun als Verein wieder leisten dürfen. Stellte mir vor, dass wir einen Hochsicherheitstrakt um unser Haus aufrüsten, damit nur ja keiner an Daten unserer Vereinsmitglieder kommt. Und wie unsere alte Katze Jamie sich freuen würde über Besuch, den sie an der Haustür abfängt, um gekrault zu werden. Eigentlich wäre sie ja ein super Datenschutz für unsere Daten. Ob das auf die papers passt, wenn wir sie als Datenschutzbeauftragte nennen?

Seit zwei Uhr Morgens bin ich heute wach. Keine hämmernden Kopfschmerzen. Dafür ein Gefühl von Leichtigkeit. Als sei eine dunkle Wolke weggezogen. Ich beginne heute wieder, meine drei Seiten der „Morgenseiten“ zu schreiben. Entscheide, dass ich die 12 Wochen nun doch ausschreibe, obwohl ich mir unsicher war, ob sie JETZT passen. Sie passen perfekt. In ein paar Tagen schreib ich mehr dazu. Parallel lese ich das Buch von Elizabeth Gilbert „Big Magic“. Und lache schallend über ihre köstlichen Formulierungen über uns und unsere Kreativität und unsere Ängste. Sie ist wunderbar. Sie könnte meine Schwester sein.

Heute dann ein absolut erfreulicher und produktiver Vormittag mit meiner Freundin Michaela, die mir hilft, mein Puppenprojekt in eine Form zu bekommen, die auch von anderen Menschen verstanden wird. Wissenschaftlich, klug, intelligent, voller Fragen wird das Projekt zerlegt und zerklaubt. Wir bauen um und hin und her. Und stehen am Ende vor einem relativ neuen Gerüst, das mir taugt. So könnte es gehen. Sehr beflügelt fahre ich heim. Mein Sohn hockt wieder vorm PC. Der Gute. Der Allerbeste. Und als dieses Ding wieder zu funktionieren beginnt, bekomme ich eine e-mail vom „Institut für Zukunftskompetenzen“. Und kann es kaum glauben. Unser Projekt wird bei den Tagen der Zukunft genommen, juhuuuu, wir bekommen ein Coaching im Juni dafür! Energie folgt der Aufmerksamkeit. Das Leben meint es gut mit uns und all jenen, die mit uns arbeiten. Es ist ein Vergnügen, diesen Zufällen und Synchronisationen zuzusehen, wie sie daher kommen, damit sich wieder eine Idee manifestieren kann.

Ganz oben im header seht ihr das aktuellste Foto der Challenge #derraum365. Ich bin mittlerweile bei Foto Nummer 96 angekommen. Es gibt einige Mitfotograf*Innen, die treu und kreativ täglich ihre Fotos auf Instagram hochladen. Was für eine Wonne, ihnen zuzuschauen, mich von ihnen inspirieren zu lassen. Selbst Inspiration zu sein. Die Magie der Gruppe halt wieder. Und es gibt einige, die immer wieder mal ein Foto beisteuern und mein Fotografenherz und mein Fotografenauge erfreuen. Die Gruppe bleibt offen, schaut gerne vorbei!

Morgen treffen wir uns locker zum Puppen nähen, Praxis erarbeiten, zum Austausch und Tratsch, ganz sicher in der heißen Frühlingssonne. Wie ich mich freue. Und ganz sicher gibt es wieder neue Fotos auf die fast jungfräuliche Festplatte. Danke mein großer Jüngster!

 

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