Wochendend‘ und Nähmaschinenführerschein

Ich sage es wie es ist: ich bin froh und dankbar, dass die letzte Woche ohne gröbere Schnitzer und Ausfälle zu Ende gegangen ist. Jeden Tag Termine auswärts. Zu Hause so unglaublich viel zu tun, zu denken, zu verschriftlichen und in eine lesbare Form zu bringen. Seit vorgestern sind Lunge und Stirnhöhlen voll. Allergisch oder nicht, ich huste vor mich hin, behelfe mir ausnahmsweise mit einer Kombination aus Schulmedizin und Pflanzenmedizin. Die kommende Woche wird wieder ein bisschen langsamer und ruhiger.

Unten im Erdgeschoß parken vier Vereinsnähmaschinen und warten auf ihren morgigen Auftritt bei unserem Probemodul mit dem Verein VOBIS. Nähmaschinenführerschein für Anfänger*Innen. Ich bin aufgeregt. Habe zehn Mal überprüft, ob alles eingepackt ist, ob ich genug Material mithabe. Acht leere Hefte für nicht so gut Deutsch sprechende Frauen warten darauf, gefüllt zu werden. Renate Schlatter vom Villacher Verein unruhestandAKTIV hilft mir eine Einheit lang, alle Nähmaschinen gemeinsam mit den vermutlich zehn Frauen zu checken, zu warten, zu reinigen und kennen zu lernen. Puh, ich bin so froh, dass sie mir das abnimmt, sie ist viel mehr Profi als ich. Und dann gehts hoffentlich ans erste Nähprojekt. Ein bissel Handnaht, erste gerade Linien auf den gehefteten Nähten. Der Schnitt für die gefütterten quadratischen Aufbewahrungsboxen ist raffiniert und leicht zu nähen. Das müsste zu schaffen sein. Dank Maria sind die Stoffe elegant und wunderschön. Vier Einheiten habe ich geplant. Die fertigen Projekte sind über den Verein und auf Spendenbasis zu erstehen. Ab nächstem Montag geht es  an die geplanten Picknickdecken. Hallelujah.

Donnerstag war Lerntag in Wolfsberg, um mit meiner Filzlehrerin Puppen zu nähen. Meine nächste dunkelhäutige Puppe ist fertig, dieses Mal mit Mohairperücke (handgehäkelt), wuschelig und bezaubernd. Die neue Puppenmama braucht keine Bekleidung für ihr Schätzchen. Mir juckt es aber in den Fingern, meine erste Unterwäsche zu nähen. Weder bekam ich wirklich schöne Elastikspitzen noch überhaupt hellen Jersey beim Fachgeschäft meines Vertrauens. Langsam ist es soweit, dass ich nur mehr übers Internet bestelle. Mir tut das volle leid. Ich gehe gern vor Ort in Geschäfte und befühle, was ich vernähen will. Aber die Auswahl wird immer kleiner und kleiner. Und Unterwäschestoff ist überhaupt nicht gefragt. Logisch, dass es dann keiner einlagert. Ich weiß, dass ich mit meinen Puppen derzeit relativ allein auf weiter Flur bin. Trotzdem. Ich finde es so schade, dass all die kleinen Stoffgeschäfte verschwinden, wo Zeit war um zu fachsimpeln und sich auszutauschen. Allerdings fand ich ein kleines Woll-Paradies in Maria Saal. Bitte besucht dieses Kleinod ganz nahe an der Schnellstraße. Ich fand minikleine dünne Stricknadeln zum Puppensockenstricken, eine wunderschöne Strickschere, Fingerhüte die keiner mehr verwendet, Strick- und Nähanleitungen vom Allerfeinsten. Das Woll- und Garnangebot und überhaupt das ganze Zubehör ist grenzgenial. Und es gibt auch sehr gut gebuchte Strickkurse. Ich weiß, dass ich da bald wieder vorbeischaue.

Wir haben beschlossen, ab sofort überhaupt kein tierisches Produkt mehr im Supermarkt zu kaufen. So gut es geht. Deshalb waren wir nach dem Wollgeschäft in Maria Saal auch am Adamhof in Arndorf. Auch das so ein Volltreffer! Es ist alles eine Sache der Organisation. Freitag hat sowohl der Adamhof als auch der nahe Wurzerhof offen, der Wurzerhof zusätzlich auch noch am Samstag. Es zahlt sich wirklich aus. Also für uns. Ich halte es nicht mehr aus, wie Tiere gehalten werden. Einen kleinen Beitrag können wir auf diesem Weg leisten. Und nebenbei Menschen treffen, mit ihnen kommunizieren und Erfahrungen machen. Und zwei Projekte mit unserem Einkauf unterstützen, die gute Arbeit tun. Und hey, das Gemüse ist sowieso ein Traum, auf beiden Höfen. Und auch sonst gibt es in den Hofläden so allerlei zu entdecken…

Samstag besuchten mich zwei Freundinnen und wir werkelten ein bisschen miteinander. Ach, ist das schön, mit Frauen, Teenagerfrauen und einem kleinen Mädchen zu sein. Sogar unsere Kätzin Jamie gesellte sich ausgiebig zu uns. Alexander hat einen seiner berühmten Aufläufe gebacken mit reifem Gemüse vom Italiener und vom Türken in Klagenfurt. Ich schwelge noch ein bisschen in der Erinnerung…

Kommt gut in die neue Woche ihr Lieben!

 

 

 

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