Abwarten und Locken nähen

Ich schlafe nicht sehr ruhig in diesen Tagen. Es tut sich viel im Untergrund. Ich würde schon gerne Entscheidungen treffen. Abarbeiten. Weiter gehen. Doch das Leben fordert Langsamkeit. Abwarten. Geduld. Die üblichen Alpträume sind manchmal da, ich muss schon fast lachen, weil sie mir so klar sagen, dass es jetzt nichts zu tun gibt, es gibt keine Entscheidung zu treffen, keine Lösung zu finden. Durchatmen. Weiter warten. Den späten Sommer genießen. Die Schmetterlingsraupe platzt noch nicht aus allen Nähten.

In der Chefinnensupervisionsgruppe rund um Ute Habenicht bearbeiten wir geniale Frauenthemen für Führungskräfte. Selten in meinem Leben erlebe ich so einen wertschätzenden, fröhlichen, erfrischenden und fokussierten Austausch. Komme mit aktuellen Themen weiter. Genieße die für mich so typische Magie der Gruppe und finde Antworten auf Fragen, die ich mir bewusst gar nicht gestellt habe. Wie ich das liebe.

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Auch handwerklich geht es weiter. Derzeit weiß ich nicht, ob ich zuerst an den Handpuppen weiter arbeiten soll oder an den nächsten beiden Stoffpuppen. Heute ist eine weitere Elfe dran, bekommt ihre Arme und ihre angenähten Füßchen. Meine erste Mohairperücke entsteht dank Fabs und Astrid, meinen geliebten Lehrerinnen. Es tut gut, allein zu arbeiten und sich nicht alleine zu fühlen. Meine Finger sind vom Lanolin der Mohairziegenlocken ganz weich. Ich verarbeite zum ersten Mal ungewaschene Rohlocken, das wird in Zukunft wichtig sein, falls wir gemeinsam in unserer Puppengruppe wirklich unsere eigenen Schafe züchten und scheren. Sami hockt bei mir und stichelt an seinem Monster aus dem Kreativkoffer weiter, den wir an unserem Familienwochenende im Werkbuchcafé entdeckt haben. Wie geschickt er ist! Ich hätte niemals gedacht, dass er drei Stunden ununterbrochen da sitzt und entwirft und ausschneidet und näht. Er hat heuer durch den Sprung in die dritte Klasse ganz überraschend einen männlichen Lehrer, wirkt glücklich und zufrieden. Auch hier tut sich offensichtlich etwas.

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Nebenbei gibt es viele theoretische Texte zu verfassen, weil eine homepage einen Relaunch bekommt und die andere seit ein paar Wochen neu entsteht. Endlich. Ich bin froh, wenn wir das gut hinbekommen. Aischa, unser Digitalprofi, gibt alles, damit wir fertig werden. Raumsuche für die kalten Wintermonate steht ebenso am Programm wie direkter Austausch mit Menschen, die zu uns und unseren Projekten passen könnten in den nächsten Jahren. Die zweiseitige A4-to-do-Liste ist von gestern auf heute beinahe abgearbeitet. Und meine eigenen Themen vom gestrigen Chefinnenabend haben heute begonnen, sich wie durch Magie selbst zu lösen oder in Bewegung zu kommen. Es stimmt schon, dass Energie der Aufmerksamkeit folgt.

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