Wir arbeiten nun zügig an der Herstellung der gefilzten Raben. Die Kinder sind mit Feuereifer dabei. Kein Wunder, Rumpelfilzchen Elisabeth Clemens ist eine geniale Filzexpertin. Derzeit noch ohne homepage, sonst hätte ich sie hier schon längst verlinkt. Ihre wunderschöne Arbeit ist im St. Veiter Kunst&Werk oder im Pop-Up-Laden am Klagenfurter Kardinalplatz zu bewundern. Heute erhalten die Rabenmädchen und die Rabenmännchen Haare, Beine, einige bekommen Arme. Und ein König wird sichtbar, eine Fee und viele wunderschön geschmückte Federkleider entstehen. Ein Hit sind die gefilzten Augen. Wie bei meinen zweibeinigen Geschöpfen erhalten die Raben sofort einen eigenen Charakter, sobald sie aus ihren Kugelaugen schauen. 

Immer wieder, wenn wir erwachsenen Frauen heute mitten unter den Kindern ganz beseelt und glücklich vor uns hin nähen, kommt eines der Kinder vorbei, um uns seine Version der rabenschwarzen Geschichte anzuvertrauen, die ihm durch den Kopf geht. Meistens sind es die leisen, die schüchternen Mädchen, die sich mir anvertrauen. Bei der Klassenlehrerin wagen es auch die Jungs. Unsere Praktikantin wird von allen Kindern angefragt. Da geht mir das Herz auf. Es sind wunderschöne Ideen, voller Fantasie, voller Einfühlungsvermögen in unsere Hauptfigur, das Rabenmädchen Ela. 

Seit letztem Freitag ist klar, dass eine der Szenen unseres gar nicht so schwarzen Stückes in der St. Veiter Stadtbibliothek spielen wird. Beate Feichter, die Leiterin und eine langjährige Wegbegleiterin meines Lebens, ist spontan bereit, uns und die Kinderfragen gleich heute zu empfangen. Was die Kinder nutzen. Seit heute ist die Bibliothek Kooperationspartnerin für dieses Projekt und reiht sich ein in eine schon recht ansehnliche Liste von Geschichteexperten, einer Filzexpertin, Vogelschutzbeauftragten, einer Unternehmerin am Hauptplatz und einer Vereinsobfrau, von deren Mitwirken wir noch nichts verraten dürfen, damit die Geschichte spannend bleibt. Übermorgen arbeiten wir am Fluss und an der Dramaturgie des Stückes und vor allem an den musikalischen Brücken weiter, die die Kinder entwickeln. Mal ganz abgesehen davon, dass im Hintergrund bereits die Vorarbeiten für die mobile Puppentheaterbühne und die Pressearbeit anlaufen. Stay tuned!