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In guten wie in schlechten Tagen

In guten wie in schlechten Tagen
von Tayari Jones
Arche Verlag, 2019
Seitenanzahl 352
ISBN 978-3-7160-2776-9
für Erwachsene

Bei mir greift ja Werbung eher so, dass ich äußerst skeptisch bin, wenn ich eine Empfehlung für ein Buch lese. In diesem Fall lese ich, dass Barack Obama das Buch kaum mehr aus der Hand legen wollte. Wie gut, dass ein Instinkt mir riet, das Buch zu bestellen. Mir ging es beim Lesen ganz genauso. Ich persönlich stelle mich meinem Alltagsrassismus, wenn ich nicht gerade blind dafür bin. So bin ich dankbar und froh, diese Geschichte aus dem Alltag eines ganz normalen amerikanischen Paares zu lesen, Mann und Frau und Eltern und Geschwister. Mit dem einzigen Unterschied, dass die Hautfarbe der Protagonisten viel dunkler als meine ist. Benachteiligung auf diesem Planeten ist uns Frauen durchaus gut benannt und gekannt. Automatische Benachteiligung verschärft sich ebenfalls bekanntermaßen, wenn die Hautfarbe eines Menschen braun bis schwarz ist. In dieser Geschichte betrifft die Benachteiligung Männer und Frauen. Das junge Paar wird nach eineinhalb Jahren Ehe getrennt. Er geht unschuldig ins Gefängnis. Sie, die Puppenmacherin und Künstlerin, versucht, außerhalb der Mauern ihr Leben zu leben. Beide schreiben sich Briefe, um die Verbindung über die zwölfjährige Gefängnisstrafe am Leben zu erhalten. Ehrlich und aufrichtig schildern die beiden von Männer- und Frauenseite, wie es ihnen wirklich geht. Welche Träume platzen, welche Erwartungen sich erfüllen und was von einer starken, leidenschaftlichen Liebe überleben kann. Vollkommen realistisch und nachvollziehbar hat diese wunderbare Autorin ihre Welt beschrieben und mir einen guten Einblick gegeben. Ich hoffe, da kommt noch mehr Literatur nach.

 

 

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