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Niemandsland

Niemandsland
Erinnerungen an eine Kindheit
von Matthias Friedrich Muecke
Verlag Kunstanstifter, 2019
ISBN 978-3-942795-85-2
208 Seiten

Es sind Kindheitserinnerungen an Ostberlin, die der Autor hier detailgenau beschreibt. Und mit Schwarz-Weiß-Zeichnungen verstärkt. Er wächst mit seinem Freund Frank auf, der für ihn wie ein Zwillingsbruder ist. Miteinander erleben sie den DDR Alltag, wie ihn nur Kinder und Heranwachsende erleben – sie gehen damit um. Als Leserin halte ich oft die Luft an, wenn ich mitempfinde, was die beiden Jungs erleben. Für die beiden Buben ist alles ganz normaler Alltag. Voller Abenteuer und schräger Begegnungen in diesem autoritären System. Das Leichte ändert sich am Ende dieser Kindheit und Jugend schlagartig. Der Autor erhält über die ungewissen Vorfälle erst sehr viel später Gewissheit. Nach dem Mauerfall. Und das ist dann nicht mehr so lustig, war der Alltag der Deutschen Demokratischen Republik. Informativ aus einer ganz subjektiven Sicht auf das Leben. Sicher nicht nur für Menschen aus dem ehemaligen Osten, ich kann mir nach der Lektüre sehr viel besser vorstellen, wie es sich anfühlte. Ganz sicher auch für junge Erwachsene sehr zu empfehlen!

 

 

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